28
Dez
08

Gebucht – mal eben nach Berlin ins Kino

Hab heute nacht einen Flug gebucht. Köln – Berlin. Für 60 Euros hin und zurück, da kann man ja nicht meckern. Wenn ich mit dem Auto für den Preis weg will, komm ich noch nicht mal bis Hannover, steh unwägbar lange im Stau und bin am Ende total gerädert.
Was ich als Provinz-Rheinländer in Berlin will? Och, eigentlich nur ins Kino gehen.
Anschließend gibts noch Live-Musik, im Kino.

Den Sitzplatz im Kino hab ich auch gleich mal reserviert. Die erste, die im 477 Zuschauer fassenden Saal online ein Kreuzchen in den Plan klickt. Der Film läuft zwar erst in sechs Wochen, aber nur an diesem einen Donnerstag-Abend und wenn man schon soweit anreist, will man ja nicht im Foyer Chips essen und dem Geschehen über Schwarz-Weiß-Monitore folgen.

Der Sitzplan des Kinos war noch ganz leer. Das ist wie mitten in der Nacht einen verlassenen Kinosaal betreten. Wo setzt ich mich nun hin, in welchen Plüschsessel, um dort sechs Wochen auszuharren?
Erst schweifte der Mauszeiger über die Mitte der letzten Reihen. Beste Sicht, alles im Blick, gute Akustik – sollte man meinen. Aber STOP! Was ist mit dem Konzert? Bestuhlte Konzerte sind ja immer so ´ne Sache, stimmungskillendes Sitzen, träges Rummlümmeln in Plüschsesseln im Neigungswinkel einer Gartenliege, und dann mit 476 anderen vor mir? Das geht garnicht.

Jetzt kommt die Stelle wo ich Prioritäten setzen muß und mich oute. Ich komm nicht wirklich zum Filmabend „Neuer deutscher Film“. Ich komm wegen des Konzertes und (m)einer alten deutschen Liebe. Und das will ich nicht aus der hintersten Reihe verschlafen.
So klicke ich beherzt auf die erste Reihe nach dem Parkett, nennt sich 3.Reihe, mitten rein.
Ich hab mal drei Stunden Ghandi in der ersten Reihe auf einem Holzstuhl überlebt, da wird das so schon gehen.

Jetzt fehlt mir nur noch ein Schlafplatz, aber ich hab ja noch sechs Wochen Zeit, was zu organisieren.

Falls jemand dazu kommen möchte:
Am 05.02.2009 im Babylon Berlin läuft der Dokumentarfilm „Wasser und Seife“ von Susan Gluth. Uraufgeführt wurde der Film anläßlich des Hamburger Filmfestivals 2008. Das Besondere des Films: die Musik stammt von Nils Koppruch, einst Kopf der deutschen Band FINK, seit 2007 als Solokünstler mit seinem Album „Den Teufeln tun“ und vielen schönen Fink-Songs unterwegs. Sein erstes (?) Filmmusikprojekt und ich bin sehr gespannt!!!

 

edit: so, Schlafplatz wäre geklärt und 2 Freundinnen werden auch gleich noch mit geschleppt. Tusch!


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